Scopri · Capoterra
Natur und Parks
Vom größten Steineichenwald des Mittelmeers bis zu den Rosaflamingos der Lagune.
Auf weniger als zehn Kilometern wechselt das Territorium von Capoterra von der Küstenlagune zum Steineichenwald auf fast tausend Metern Höhe. Feuchtgebiete, mediterranes Buschland, Bergwälder: verschiedene Lebensräume, alle in greifbarer Nähe.
Gutturu-Mannu-Park

In den Höhen nördlich des Stadtzentrums erstreckt sich der Gutturu-Mannu-Park, ein Schutzgebiet mit dem größten Steineichenwald des Mittelmeers: fast 4.000 Hektar zusammenhängende Waldfläche. Der Name bedeutet auf Sardisch "große Schlucht" und beschreibt die Landschaft treffend. Tiefe, von Bächen gegrabene Schluchten, mit Vegetation bedeckte Felswände, kalte Quellen selbst im Hochsommer.
Die Wanderwege führen durch jahrhundertealte Steineichenwälder, Korkeichwälder und Baumheiden. Das mediterrane Buschland ist hier so geblieben, wie es vor den Abholzungen war, ohne Einschlag oder Bebauung. Im Süden Sardiniens gibt es nichts Vergleichbares.

Santa-Gilla-Lagune

Am Fuß des Ortes öffnet sich die Santa-Gilla-Lagune, eine Küstenlagune von etwa 1.300 Hektar, die von den aus den Bergen kommenden Bächen gespeist wird. Sie ist ein durch die Ramsar-Konvention geschütztes Feuchtgebiet, das von hunderten Zugvogel- und Standvogelarten aufgesucht wird.
Am auffälligsten sind die Rosaflamingos, inzwischen Standvögel, die im Laufe der Jahre zum Symbol der Metropolregion Cagliari geworden sind. Doch die Lagune beherbergt auch Graureiher, Kormorane, Blessrallen und Seeschwalben. Im Herbst ziehen Amseln- und Drosselschwärme während der Migration über die umliegenden Berge.

CEAS Casa Spadaccino
Das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung organisiert Lehrpfade, geführte Exkursionen und Fortbildungsveranstaltungen zur Erkundung des Lagunenökosystems. Untergebracht in einer ehemaligen Bergbautransportstation, die zu einem landwirtschaftlichen Gehöft umgebaut wurde.
WWF-Reservat Monte Arcosu

Im angrenzenden Gebiet schützt das WWF-Reservat Monte Arcosu den Sardinischen Hirsch (Cervus elaphus corsicanus), eine auf Sardinien und Korsika endemische Unterart. In den 1970er Jahren waren weniger als 100 Exemplare übrig. Jahrzehnte des Schutzes haben der Population die Erholung ermöglicht.
Das Reservat umfasst fast 4.000 Hektar Wald und beherbergt Wildschweine, Füchse, Steinmarder und Wildkatzen. Der Steinadler und der Wanderfalke brüten an den Felswänden, unter den wenigen verbliebenen Standorten im westlichen Mittelmeer für diese Greifvögel.